Die Steinkonservierung und -restaurierung ist ein breit gefächertes Fachgebiet der Denkmalpflege und umfasst zahlreiche spezialisierte Maßnahmen zum langfristigen Erhalt historischer Bausubstanz. Ziel ist es, den originalen Bestand zu sichern, Schadensprozesse zu verlangsamen und – wo erforderlich – substanzschonend zu ergänzen.
Bearbeitet werden Fassaden, Skulpturen sowie sonstige architektonische und plastische Elemente an Baudenkmälern und Kunstwerken. Die Arbeiten erfolgen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich und basieren auf einer vorhergehenden Befundaufnahme sowie materialgerechten und denkmalpflegerisch abgestimmten Konzepten.
Zu den häufig ausgeführten Maßnahmen zählen insbesondere:
- Sicherungen gefährdeter Steinbereiche und lockerer Partien
- Reinigungsarbeiten (trocken, feucht oder chemisch, objektspezifisch abgestimmt)
- Festigungen zur Stabilisierung verwitterter Steinoberflächen
- Rissverschlüsse und statisch wirksame Risssanierungen
- Form- und Substanzergänzungen mit Restauriermörteln oder Neuteilen
- Entsalzungen zur Reduzierung schädlicher Salze
- Klebungen und Vierungen zur Wiederherstellung der strukturellen Einheit
- Oberflächenverschlüsse zum Schutz exponierter Steinbereiche
- Verfugungen mit angepassten Mörteln
- Farbretuschen und Farbfassungen zur optischen Integration und Lesbarkeit
Alle Maßnahmen erfolgen nach den Grundsätzen der Denkmalpflege – insbesondere Substanzerhalt, Materialverträglichkeit, Reversibilität und minimale Eingriffstiefe – und dienen der nachhaltigen Sicherung des historischen Erscheinungsbildes und der bauphysikalischen Funktion des Steins.












