Vergoldung

Ausführung von Polimentvergoldungen und Ölvergoldungen

Beim Vergolden wird eine Oberfläche – in der Regel aus Holz, Stein oder Metall – mit einer Blattgoldschicht versehen. Diese Technik dient sowohl der ästhetischen Aufwertung als auch dem langfristigen Schutz des Untergrundes.

Gold zählt zu den korrosionsbeständigsten Metallen und zeichnet sich durch seine hohe Beständigkeit sowie seine besondere optische Wirkung aus. In der historischen und restauratorischen Praxis werden grundsätzlich zwei Vergoldungsarten unterschieden: Polimentvergoldung und Ölvergoldung.

Die Polimentvergoldung wird überwiegend im Innenbereich angewendet, beispielsweise an Altären, Skulpturen und Ausstattungsstücken in Kirchen sowie an Bilderrahmen, Wandverkleidungen und dekorativen Elementen in Schlössern und Burgen. Sie ermöglicht eine hochglänzende, polierbare Oberfläche von besonderer Tiefe und Brillanz. Aufgrund der verwendeten Materialien ist diese Technik jedoch nicht feuchtebeständig und daher für den Außenbereich ungeeignet.

Die Ölvergoldung verwendet ölhaltige Anlegemittel als Bindemittel für das Blattgold. Dadurch entsteht eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen. Diese Vergoldungsart ist sowohl im Innen- als auch im Außenbereich einsetzbar.

Typische Anwendungsbereiche der Ölvergoldung sind unter anderem Kirchturmbekrönungen, Zifferblätter, Fassadenstuck, Grabinschriften, ornamentale Bauteile sowie Bilderrahmen.

Alle Arbeiten erfolgen unter Berücksichtigung des jeweiligen Untergrundes, der objektspezifischen Anforderungen sowie denkmalpflegerischer Vorgaben und werden material- und technikgerecht ausgeführt.